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Wunderbar, wunderbarer, Dota

„Wir haben es vergurkt“ heißt es in der Pressemeldung zum neuen Album von Dota “Wir rufen dich Galaktika“. Damit ist natürlich nicht das Album gemeint, das ist nämlich ganz wundervoll, sondern die Lage unseres Planeten. Dota versteht es wie kaum jemand anderes, kritische und politische Texte in eine anschauliche Sprache zu verpacken, die bei groß und klein auf Verständnis stoßen kann. Ein ganz besonderes Talent, das nur den wenigsten Liedermacher*innen vorbehalten ist. Politisch, das muss nicht automatisch trocken sein, oder wütend, oder laut. Während sich das Album mit allerhand großen und kleinen Problemen befasst, ist es dennoch eine Platte voller Hoffnung, Witz und Charme.

„Veganer werden blass, weil ich selbst Pflanzen verschone,
Naja manchmal einen Joint, aber ich könnte auch ohne
(…)
Ich brauch weder Brot noch Käse,
Ich lerne jetzt Fotosynthese“

Dota – Fotosynthese

Während beispielsweise “Ich bin leider Schuld” die Gedanken eines jeden umweltbewussten Menschen widerspiegelt und die Fehler des eigenen Verhaltens vor Augen führt, bietet “Fotosynthese” einen ironischen Lösungsansatz, um die eigene CO2 Bilanz etwas aufzupolieren. Es ist eine ausgeklügelte Balance aus Ernst und Schmunzeln, die “Wir rufen dich Galaktika” zu einem Album macht, das – ohne mit dem Holzhammer daherzukommen – zum Nachdenken anregt.

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Aber nicht nur Politisches ist auf Dotas Album zu finden, auch die Liebeslieder kommen nicht zu kurz, auch, wenn die Liebe vielleicht nicht immer erwidert wird (“Besser als Nichts”) oder auch mal die ein oder andere Hürde überwinden muss (“Ich halte zu dir”).

Wer ist eigentlich Dota?

Dota, das ist nicht nur die ehemalige Kleingeldprinzessin Dota Kehr, sondern eine ganze Band, bestehend aus Jan Rohrbach, Janis Görlich, Patrick Reising und Alex Binder. Ein eingespieltes Team, das den Klang des Albums zu einem wunderbar harmonischen Gesamtbild hat werden lassen. Während die Instrumente stellenweise eindrucksvoll in den Vordergrund treten, halten sie sich an den richtigen Stellen zurück, um den Texten Kehrs Raum zur vollen Entfaltung zu lassen. Insgesamt erhalten wir damit keine typische Singer-/Songwriter Platte, sondern ein ganz besonderes Popalbum, welches seinen Vorgängern in nichts nachsteht.

Und das beste? Im Sommer gibt es eine Tour! Daten und Tickets hier!

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