Bischler & Block – erst zusammen in die Kiste, dann ins Studio

Oft genug wird mit dem Begriff des Geheimtipps kokettiert. Nicht selten werden Künstler oder Künstlerinnen damit behangen, die zuverlässig einige hundert Menschen vor die Bühne locken, aber dies eben schon unverändert seit einigen Jahren. Eine Glorifizierung, die sich wie eine Auszeichnung trägt. Wenn es hingegen um Patrick Bischler geht, scheint dieser Begriff wie für ihn erschaffen. Die beiden Alben „Pause“ (2010) und „Zwischendrin“ (2012) sind wie eine Weinsorte, die nur in sehr kleinem Kreise bekannt ist und dafür umso mehr geschätzt wird. Wobei Bischler eher wie der Bier-Typ wirkt. Trotzdem oder gerade wegen dieses Kreises wurde es in den letzten Jahren sehr ruhig um den Musiker. Doch nun lässt ein schöner Zufall Bischler doch noch mal von sich hören machen.

Bischler & Block – der erste Funke

Das erste Mal knisternde Blicke warfen sich Patrick Bischler und Sebastian „Blockie“ Block 2011 zu, als sie gemeinsam auf Tour waren und nach den Shows noch spontane Sessions spielten. „In der ersten Nacht teilten wir uns“, so besagt die Legende, „ein altes, muffiges Bauernbett, sonst hätte einer von uns auf dem Boden schlafen müssen. Wir waren uns von Anfang an sympathisch.“ Viele Jahre später sollte diese magische Nacht als der Funke in die Geschichte eingehen, der ihre Liebe entfachte. Die erste Frucht dessen ist „Wiesen“, die erste gemeinsame Single von Bischler & Block.

Dabei bewegen sich Bischler & Block auf gewohnten Pfaden. Zurückgenommene Instrumente tragen die Zeilen Wort für Wort. Die passende Metapher wäre, die Gitarre ist wie Butter auf dem Brot – ein Geschmacksträger. Die schönere hingegen wäre wohl: Sie sei wie ein Fluss, der das Boot auf sanften Wellten zum Ziel treibt. Der Text von „Wiesen“ bedient sich kaum solcher bildlichen Mittel. Vielmehr spiegelt sich die eigene Bedeutung in der direkten und schnörkellosen Sprache wider. So ist „Wiesen“ ein Lied, welches durch den Minimalismus in bester Folk-Manier die zu erzählende Geschichte sanft in den Vordergrund rückt, ohne sich aufzudrängen.

„Auf Wiesen will ich ruhen
hinter hohen Mauern schwinden
mein Wort kein Befehl
sollst Liebe darin finden
den tieferen Sinn versuche ich zu meiden
ich bin, wer ich bin
Sag, kannst du mich leiden?“

Bischler & Block – Wiesen

P.s.: Die musikalischen Funken, die dort zwischen den beiden hin und her fliegen, lassen sich übrigens nicht nur auf dem Bild deutlich sehen und spüren, auch in dem Video wirft Patrick immer wieder Blockie bezaubernde Blicke zu.

„Das ist richtig wunderbar und überhaupt wie gut ist es bitte, von Bischler zu hören?!“

– Jule aus dem TV Noir Team

P.p.s.: Das Ganze ist bei unserallereins erschienen, wo Ihr nach dem Pay-what-you-want-Prinzip selbst entscheiden könnt, mit wie viel Geld Ihr die Musiker*Innen unterstützen wollt.

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