Ólafur Arnalds schenkt uns “some kind of peace”

“Some Kind Of Peace“ ist da und somit das achte Studioalbum von Ólafur Arnalds. Auf dem neuen Longplayer entführt uns der experimentelle Musiker in seine reduzierte Welt der Klangvisionen. Die Stücke werfen einen augenblicklich zurück in ein Stadium der Ruhe und Abgeschiedenheit, das seine Musik so markant macht. Der Isländer scheint die mystischen Orte, die dünn-besiedelten Landstriche und das Gefühl zwischen endloser Weite eins zu eins in seine Musik fließen zu lassen. So entstehen Album für Album, Farben und Facetten, die ganz tief hinein in das Menschsein dringen. 

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Der Allrounder, der sich seiner eigenen Interpretation der Neoklassik verschrieben hat, widmet sich Titel für Titel der Einfachheit klassischer Musik. Mit minutiös aufgebauten Loops zieht Ólafur die Hörer*innen in seinen Bann, der diesmal „some kind of peace“ spendet. Ähnlich wie seine Kollegen Nils Frahm oder Max Richter gibt sich Ólafur Arnalds ganz der Wiederholung hin. Über unendliche Kreise bauen sich die fragmentierten Klangwelten des Künstlers organisch auf. Auf diesem Album hat sich Arnalds wieder verstärkt seiner instrumentalen Seite zugewandt und ist sehr puristisch vorgegangen. Hinzu kommen Ambientsounds sowie feine elektronische Nuancen, die auch mit Featuregast Bonobo entstanden. Nur selten stellt er elektronische Facetten in den Vordergrund.

Ólafur Arnalds Ausspruch für die Liebe

Die einzelnen Stimmenpassagen, die vereinzelt aufkommen, scheinen fast von einer anderen Welt. Sie erinnern an Gesänge von Naturvölkern oder scheinen sogar einem fremden Ritual zu unterliegen. Dabei könnte die Message, die Ólafur Arnalds auf diesem Album sendet, kaum einfacher sein. Es ist ein Ausspruch der Hoffnung. Arnalds besinnt sich auf die Liebe, will sich ihr verschreiben und alle Ängste ablegen. Ein Gedanke des Friedens scheint durch Ólafur gegangen zu sein, als er sich diesem Werk widmete. Er guckt auf “Some Kind Of Peace” beseelt auf ein Jahr der Lebensveränderungen. 

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Hervor sticht die Zusammenarbeit mit Josin, die besonders tief trifft. Mit Streichern eröffnet Ólafur den Titel “The Bottom Line”. Dazu präsentiert Arnalds ein verstörend schönes Blumenmeer. Dafür arbeitete er mit dem japanischenn Floristen Makoto Azuma zusammen. Seine Arrangements haben es schon in namhaften Galerien und sogar ins Weltall geschafft. Im Zeitraffer können wir den Blüten beim Leben und Atmen zuschauen. Damit schafft er eine visuelle Metapher, die dieses hoffnungsvolle und außerordentlich ästhetische Album komplettiert.

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