The Notwist segeln mit “Ship” neuen Horizonten entgegen

Das viel zu lange Warten hat ein Ende. 5 Jahre nach “Messier Objects” gibt es neues Material von den deutschen Indie-Helden The Notwist. Gut, es ist kein ganzes Album, auch kein halbes. Dafür eine drei Stücke starke EP mit dem Titel “Ship”. Für mehr kann die Zeit der Weilheimer Musiker auch gar nicht reichen, so viel, wie sie – neben dem Touren – in verschiedene Projekte rund um und abseits von The Notwist eingebunden sind.

Auf dem titelgebenden Song gibt es statt Markus Achers vertrauter Stimme eine Überraschung: Es singt eine Frau. Saya Ueno von der japanischen Band Tenniscoats, um genau zu sein. Das spiegelt sich auch in der Sprache wider, denn der Text des geradlinigen, elektronische Stücks ist nicht wie gewohnt englisch, sondern japanisch. Kein schlechter Einstieg, um Spannung für das neue Material aufzubauen.

„Loose Ends“ hingegen klingt direkt vertraut. Die verträumte Stimme Archers ertönt zurückhaltend hinter sanften Gitarren und Schlagzeug – es ist der unverkennbare Notwist Sound, ohne jedoch etwas bisher Dagewesenem zu ähneln.

Beendet wird die EP mit dem rein instrumentalen, knapp 2,5 minütigem “Avalanche”, das beim ersten Hören auf Grund der Dauer und Repetitivität etwas enttäuschen mag, dann aber doch irgendwie den Spannungsbogen nach oben treibt und gespannt macht auf das, was die Band in ihrem (hoffentlich) kommendem Album noch in Petto haben wird. Zu Hören gibt es “Ships” auf den gängigen Streamingplattformen oder hier.