Jonas David besiegt seinen “Goliath” auf dem neuen Album

Jonas David sprengt mit seinem neuen Album “Goliath” alle Genregrenzen und liefert endlich einen neuen Longplayer. Im vergangenen Herbst hatte sich der Multiinstrumentalist auf Sizilien endlich an die große Aufgabe gemacht, aus Tausenden Ideen und Fragmenten ein neues Album zu schaffen. Es scheint, als wäre der biblische Kampf, nach dem der Musiker sein neues Album benannte, in erster Linie ein innerer Kampf gewesen, ein Kampf gegen die Herausforderungen einer Platte, die der modernen Schnelllebigkeit trotzt und die eigenen Ansprüche erfüllt. Denn schließlich hat es ganze neun Jahre gedauert, bis es nach dem Debütalbum “Keep The Times” nun zu “Goliath” kam.

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Dabei ist der Sänger und Autodidakt keinesfalls untätig gewesen oder in ein kreatives Loch gefallen. Er hat sich unter anderem einen Namen in der Filmmusik gemacht und spielte 600 Konzerte. Es war eine Zeit, die seinen eigenen Stil schärfte und konkretisierte. Die vielen Projekte scheinen gleichzeitig eine Vorbereitung für dieses Album gewesen zu sein und haben zu einem umso markanteren, mutigen Stil geführt. Aus etlichen Skizzen und Fragmenten, die über die Jahre zusammengetragen wurden, konnte Jonas David nun ein schlüssiges Album erschaffen – und was für eins. Goliath setzt auf einen unheimlich hohen und ungewohnt satten Klang, der sich ganz deutlich aus der deutschen Songwriter Szene heraushebt.

Sein “Goliath” klingt vielschichtig, überraschend und findet unendlich viele musikalische Wendungen. Dabei verbleiben die elf Titel jedoch ganz klar in einem Universum und scheinen immer wieder aufeinander Bezug zu nehmen. Obwohl die Songs einer eigenen Dramaturgie folgen und sich individuell zu einem vollen Klang entwickeln, funktioniert “Goliath” toll zusammen. Alles scheint zu harmonieren und doch mit genügend Spannung aufzuwarten, sodass man mit auf eine kleine Reise genommen wird. Es scheint, als hätte Jonas David seinen Goliath nicht in einem unsensiblen Kampf bezwungen. Stattdessen hat er den Riesen an die Hand genommen und die Sorgen und Fragen, die in seinem kreativen Kopf umhergeisterten, offenbart.

Jonas David im TV Noir Wohnzimmerkonzert

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Bereits im Vorfeld hatte die erste Single “Sorri” ein großes Versprechen an dieses Album formuliert, das die Platte auf ganzer Linie einhält. Der Song brachte dem Musiker nicht selten einen Vergleich zu Bon Iver, dem König des Indie, ein. Auch im Gesamtbild tauchen häufiger stilistische Referenzen an dessen Album “22, a Million” auf. Den Titel “All in All in All” spielte Jonas bereits für TV Noir in einer reduzierten Wohnzimmer-Version . Nun ist “Goliath” in all seinem Facettenreichtum da und nicht nur als Platte und CD genießbar. Auch als feine, limitierte Edition eines Goliath-Limoncellos. Dieser außergewöhnliche Merchandise soll sich wohl besonders prächtig zum Album entfalten. Wer weiß – vielleicht hat auch der ein oder andere Tropfen des Limoncellos beim Kampf gegen “Goliath” geholfen.

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