Mit Brandt Brauer Frick ins AKW

Für ihre neuste Komposition ist das Ensemble Brandt Brauer Frick an einen Anti-Ort gegangen, einen Ort, den es eigentlich nicht gibt. Als in den 70ern in der Nähe von Wien ein Atomkraftwerk erbaut wurde, machten sich viele Stimmen dagegen laut. Das Ergebnis dieses Protests war, dass das AKW zwar gebaut, aber niemals in Betrieb genommen wurde. Seitdem steht dieses voll funktionsfähige Kraftwerk dort, als ein Ort, der nie hätte sein sollen. Der, würde er seine Funktion erfüllen, in Teilen niemals von einem Menschen betreten hätte werden können. Diesen Platz zwischen den Welten haben sich Brandt Brauer Frick zu eigen gemacht, um dort ihr Lied “Masse” zu vertonen.

„Die Idee für das Video basiert auf einem Konzept für ein Konzert, das wir in Zukunft so aufführen möchten. 
Alle zehn Musiker unseres Ensembles sind in verschiedenen Räumen verteilt und man kann als Zuschauer in die verschiedenen Ebenen der Musik eintauchen, aber auch das gesamte Spektrum aller Instrumente gleichzeitig erleben.“

– Brandt Brauer Frick

Doch damit nicht genug, wird es erst mit dem interaktiven Video auf der Webseite wirklich speziell. Die verschiedenen Teile des Ensembles waren im Kraftwerk, was die Homepage am PC (ich weiß, es ist nicht leicht zu verstehen, aber über das Handy ist es einfach nicht möglich) nicht nur visuell aufarbeitet. Dort finden sich alle Bruchstücke eines Ganzen auf verschiedenen Screens, die Ihr mit einem Klick eigenständig aktivieren könnt, um alle Instrumente zu hören oder nur ein einzelnes. Doch selbst als gesammeltes Video ist es sehr eindrucksvoll zu sehen, wie die Musiker und Musikerinnen an diesem lebensfeindlich konzipierten Ort spielen. So sind zum Beispiel die Trommeln und das Schlagzeug im Reaktor platziert.

Das Album, das am 7. Juni erscheint, könnt Ihr hier bestellen.

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