Andrew Birds “Hark!” ist das herbstlichste Weihnachtsalbum

Dass der US-amerikanische Folkmusiker Andrew Bird ein ausgemachter Weihnachtsfan ist, hat er bereits bewiesen. Alljährlich lädt er zum “Gezelligheid”-Konzert nach Chicago ein. Doch dieses Jahr ist wohl alles anders und genau dieses Gefühl zeichnete sich bei Bird bereits im April ab. Also schrieb er kurzerhand einen Song über das diesjährige Weihnachtsfest und begann, sich an eine Platte zu machen, auf der er seine liebsten Klassiker neu interpretiert. 

Gleichzeitig wollte Andrew Bird auch neue Weihnachtssongs vorlegen und veröffentlichte nun mit “Hark!” das wohl herbstlichste Weihnachtsalbum, das bisher erschien. Durch den markanten Stil zwischen Jazz-Attitüde und ungarischem Folk passt kaum ein anderer Musiker so gut zu buntem Laub, dicken Wollpullovern und Kürbisse bei Kerzenschein. Mit seiner besonderen Geigenspielweise überzieht der Musiker einige Klassiker wie “White Christmas” oder “Auld Lang Syne” mit einer ganz individuellen Haltung.

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Der studierte Violinist hat seine Pfeiffkunst auf “Hark!” noch einmal verfeinert und ist besonders prominent vertreten. Auch auf einige Lo-Fi-Effekte wollte Bird nicht verzichten, obwohl das Album gemäß der Umstände als Heimproduktion entstand. Während einige Stücke sehr reduziert erscheinen, hat Andrew Bird aus “Andalucia” (John Cale) einen ruhigen, mehrstimmigen Track gezaubert.
Besonders stechen Adrew Birds eigene Titel heraus: “Alabaster”, “Night’s Falling” und “Christmas In April”.

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Darauf spricht und singt der Musiker mit einer sehnsüchtigen Melancholie. Dennoch verleihen die handgemachten Folkklänge den ernüchternden Texten eine warme Note. Das kontrastreiche Cover stammt aus der Feder von Andrews Mutter Beth Bird und strahlt ebenso viel Detailliebe aus, wie man es von den Birds gewohnt ist. “Hark!” ist beschwingt und liebevoll, es ist nachdenklich und bringt dennoch eine Leichtigkeit und in einigen Passagen sogar einige kleine Momente von schaurig-schöner Geborgenheit. Weiteren englischsprachigen Folk findest du hier.

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