Niels Frevert – Das Warten auf „Putzlicht“ hat ein Ende

„Ich löschte alle Zeilen,
zeriss das Blatt Papier
zeriss es zu Konfetti,
es flog davon in Freiheit.“

Niels Frevert – Ich suchte nach Worten für etwas das nicht an der Straße der Worte lag

Mit „Ich suchte nach Worten für etwas das nicht an der Straße der Worte lag“ schickte uns Niels Frevert vor einigen Wochen einen Vorboten zum nun erschienenen Album „Putzlicht„. Darin besingt er erklärend, aber nicht entschuldigend, warum fünf Jahre seit „Paradies der gefälschten Dinge“ vergangen sind. Hört man sich durch das neue Album, fällt es schwer die oben zitierten Zeilen zu glauben. Textlich gelingt es Frevert, in gewohnt grandioser Manier, einfach wirkende Worte für verschiedenste, mehr oder minder komplexe Themen zu finden. Keine Zeile wirkt erzwungen, alles fließt mit einer Leichtigkeit, die man gerade bei deutschsprachigen MusikerInnen kaum ein zweites Mal findet. Dadurch fällt es den HörerInnen nicht schwer, sich mit zahlreichen Songs auf der Platte zu identifizieren.

Wenn dein Herz in Schutt und Asche liegt,
ist dort immer noch die Musik.

Niels Frevert – Immer noch die Musik

Wie sehr Musik in schweren Stunden helfen kann, ist uns allen bekannt und Niels Frevert findet genau die richtigen Worte, um dieses Gefühl zu beschreiben. Oder das Gefühl, das man hat, wenn die Musik verklingt, und das „Putzlicht“ in deinem Lieblingsclub angeschaltet wird und es gilt, sich bei Sonnenaufgang mit sich allein auf den Weg nach Hause zu begeben.

Gute Texte sind nicht alles!

Doch nicht nur textlich, sondern auch instrumental hat „Putzlicht“ von Niels Frevert viel zu bieten. Streicher, Bläser, Synthies – nichts wird ausgelassen und sämtlichen Instrumenten wird genügend Platz eingeräumt, um die volle Wirkung zu entfalten, wodurch sich das gesamte Album sehr abwechslungsreich gestaltet. Lediglich „Als könnte man die Sterne berühren“ wirkt nach seinem zurückhaltenden Einstieg mit Gitarre und Schlagzeug gegen Ende durch die zahlreichen Bläser überinstrumentiert. Man kann sich jedoch sicher sein, dass auch dieser Song live, vor allem akustisch, ganz hervorragend funktionieren wird.

Das gilt für alle Lieder auf „Putzlicht“, welche, trotz Bandinstrumentalisierung, klar von Freverts Texten und Gesang dominiert werden und live nichts weiter benötigen als eine gut gestimmte Akustikgitarre.

Termine zur kommenden Tournee gibt es hier.

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