Treffen sich Trump, Trump und Glen Hansard in einer Bar

Mitte des 20. Jahrhunderts lebten zwei Männer in New York, von denen einer heute wohl, höflich gesagt, als wirtschaftsliberal gelten würde und der andere als linker Gutmensch. Letzter war Woodrow Wilson Guthrie, ein linksorientierter, gewerkschaftsnaher Dichter und Musiker, der nachhaltig die Folkmusik prägte. Der andere war Fred C. Trump – jap, Vater von Donald Trump. Dieser arbeitete sich dem amerikanischen Traum entlang vom einfachen Handwerker zum Immobilien-Mogul nach oben und schuf so das Fundament für den Werdegang des heutigen US-Präsidenten.

Das Leben der beiden hätte problemlos aneinander vorbei laufen können, hätte Woody Guthrie, wie sein Künstlername war, nicht zufällig in einem von Trumps Häuser gewohnt. So kreuzte sich der Weg zweier Männer, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Trump, der unter anderem durch Immobiliengeschäfte immer mehr Geld anhäufte, und Woody, Kommunen-Mitglied und Autor bei einer Publikation der kommunistischen Partei. Was taten sie also? Einer der beiden machte das, was er am besten kann, und schrieb sechs Seiten darüber, wie wenig – sagen wir – er den anderen mochte. Nun und da Trump Junior noch mehr Schrecken über das Land bringt als Trump Senior, sei hier eine Zeile dieses Textes zitiert, die Glen Hansard zu dem Song in unserem neuen Video inspirierte:

What I wouldn't do to him if I thought I could get away with it?

– Woody Guthrie