Der letzte Vorhang fällt für We Invented Paris

…aber nicht ohne Zugabe. Ungewöhnlich wie das Projekt selbst ist auch der Abschied von We Invented Paris um Sänger und Songschreiber Flavian Graber. „Lastone Inone Go“ nennt sich das Werk. Was so viel bedeutet wie „Platte in einem Rutsch“ entpuppt sich als ein einziger, halbstündiger Track. Um den Abschied wirklich real und bedeutsam zu machen, steht das Stück nur wenige Tage auf den gängigen Streaming Plattformen zur Verfügung.

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Die Band empfiehlt, ihr letztes Aufbäumen mit guten Kopfhörern und einem Getränk deiner Wahl zu genießen. Denn was man für “Lasone Inone Go” benötigt, ist vor allem eins: 30 Minuten Ruhe. Durch die Ausführung des Formats ist es nicht möglich, einfach zwischen den Stücken zu wechseln, sondern das Album als ein ganzes zu betrachten – ein durchaus interessanter Ansatz, denn wie oft hören wir in Zeiten von Spotify und Co. noch ein ganzes Album am Stück, ohne vielleicht weniger geliebte Stücke zu überspringen oder gar den Shuffle Button zu drücken? Untertitelt ist der Epos mit den Zwischentiteln Still The One, Driftwood, Celeste, Mannequin, Waltz Away, Zoo, Nightliner, Cheese & Chocolate, Brass It Till You Make It.

„Lastone Inone Go“ vermittelt aber in keiner Weise Trauer oder Abschiedsschmerz, sondern klingt überwiegend optimistisch und hoffnungsvoll. Die elektronisch getragenen Sequenzen gestalten sich abwechslungsreich, zugegeben, von We Invented Paris haben wir auch nichts anderes erwartet. Doch was tun, wenn man den Stream auf Spotify und Co. versäumt hat, weil man seine besten Kopfhörer irgendwo im Homeoffice-Chaos verschludert hat?

We Invented Paris gehen natürlich nicht, ohne sich persönlich bei ihren Fans für die letzten 10 Jahre zu bedanken. Zum Glück liegt die Schweiz ja direkt um die Ecke! Da bleibt es nur zu hoffen, dass wir bis dahin das elendige Corona Chaos überwunden haben, andererseits würden uns „We Invented Paris“ mit einer Tourverschiebung auch länger erhalten bleiben. Also theoretisch. Ihr wisst schon…

We Invented Paris auf „Tour d’Aurevoir“:

29.10.20 Bern (CH)
04.11.20 Luzern (CH)
12.11.20 Mannheim 
13.11.20 Köln 
14.11.20 Hannover 
15.11.20 Hamburg 
16.11.20 Dresden 
18.11.20 Berlin, Privatclub
19.11.20 Nürnberg 
20.11.20 München 
21.11.20 Liestal (CH)

Tickets gibt es hier.