Gisbert zu Knyphausen

Das 2008 erschienene Debütalbum von Gisbert zu Knyphausen war ziemlich makellos und hat viele überrascht: Ohne großen Medien-Hype, ohne große Werbekampagne verkaufte sich das Debütalbum ganz hervorragend. Die Konzerte waren nicht einfach nur gut besucht, sie waren brechend voll. Fast immer wurde mitgesungen – und zwar textsicher. Man redete über diesen gut aussehenden, aber etwas schüchternen Typen und seine poetischen Songs. Man hat ihm das Etikett Liedermacher angeheftet, ihn mit Reinhard Mey verglichen. Was bei Songs wie Spieglein, Spieglein vielleicht sogar zutraf.
Nun gibt es endlich ein neues Album von Gisbert zu Knyphausen – die Songs sind dunkler und romantischer als beim Debüt, musikalisch raffinierter und inhaltlich tiefer. Hurra, Hurra! So Nicht entstand in Tobias Levins renommiertem Electric Avenue Studio. Weil Levin selber Musiker ist, sich Zeit nimmt und auch Details wichtig findet, klingen seine Produktionen auf eine superbe Weise vielfältig und reich.
Hurra, Hurra! So nicht klingt deutlich melancholischer, ernster und tiefer als das Debüt. “Dass man mich heute noch mit Reinhard Mey vergleicht kann ich mir eigentlich kaum vorstellen”, sagt Gisbert. Und wir sehen das genauso. Gisbert zu Knyphausen ist heute eine atemberaubende Band und ein junger Songschreiber der immer wieder neue treffende Bilder für seinen und unseren Alltag findet.

212 mal geküsst!