Polyana Felbel

Wenn Polyana Felbel die Bühne betritt, versetzt Sie das Publikum regelmäßig ins Staunen. Die sympatische Art der jungen Songwriterin bringt schon bei der Begrüßung Herzen zum Schmelzen und verwandelt jeden noch so großen Konzertraum in ein gemütliches Wohnzimmer. Polyana Felbel ist der Geburtsname, der Ursprung der Sängerin Susann den Hartog. Aufgewachsen in einer eher dörflichen Gegend Deutschlands begibt sie sich mit Ihrem ersten Musikprojekt auf eine konzertreiche und musische Entwicklungsreise. Verändert sich das Konstrukt um Polyana herum noch stetig, hat es nie etwas selbstgefälliges an sich, wenn Polyana Melodien besingt, die einem direkt ins Herz stoßen. Ganz im Gegenteil: “…mit jedem Song wuchs die Begeisterung und am Ende des Abends war ein Jeder, ob Männlein oder Weiblein, ein bisschen in Polli verliebt” (Lukas Heinser).
Unprätentiös und reflektiert, jedoch niemals devot, verschmelzen Felbels Gedichte mit sphärischen Klängen zwischen Folk und Antifolk. Felbels Stimme wird einerseits fragil, fast schon gläsern und andererseits mit einem sagenhaften Stimmvolumen vorgetragen, ohne dabei strapaziös zu wirken.
Poll singt, als deutsche Florence Welch, mit Texten die aus Kimya Dawsons Tagebuch stammen könnten. Und überhaupt fühlt man sich unaufdringlich an vieles erinnert was in den letzten Jahren in Sachen Folk/Pop/Singer/Songwriter aufgetaucht ist: Kathleen Edwards, Neko Case, Him, aber eben auch an erklärte Vorbilder wie Anna Ternheim und Laura Marling.
Als warmen, wohligen Schauer der Emotionen beschreiben Konzertbesucher ihr Erlebnis. Das mag an der klangvollen Stimme Polyanas liegen, an den tiefgreifenden Lyrics, oder aber an der Art wie sie Ihre Texte inszeniert. Eins ist klar: Spätestens nach einem Konzert mit Polyana ist selbst der größte Skeptiker von Ihrer Musik begeistert.

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