Andy Penn (MIA.)

Seit Anfang 2002 wurde die Band MIA. von ihrem Label als Teil einer Generation neuer Berliner Popmusik-Gruppen als Elektropunk-Band vermarktet. Einen Höhepunkt feierte die Band im Jahr 2006 , als ihre Single „Tanz der Moleküle“ in die Top 20 der deutschen Charts einstieg und das Album „Zirkus“ auf Anhieb Platz 2 der deutschen Albumcharts erreichte. Mit dem Album „Willkommen im Club. Mein Freund“ knüpfte die Band im letzten Jahr an diesen Erfolg an. Dieses Album sollte nun laut Aussage der Band tanzbarer sein, als dessen Vorgänger.
Nicht unerwähnt sollte auch die Dokumentation „MIA. – Keine Zeit zu verlieren“ von den Filmemachern Gerd Breiter und Piet Schmelz alias „die Dokuboys“ bleiben, der im Oktober 2005 auf dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm vorgestellt wurde. Der 50-minütige Film, der mit Zustimmung und Unterstützung der Gruppe entstand, begleitet MIA. von frühen Proben und dem Vertragsabschluss mit Sony Music über erste Krisen und die Nationalismuskontroverse bis zur Teilnahme an der Deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2004.
Die Reaktionen auf die Band schwanken zwischen vollkommener Begeisterung für ihr Live-Talente und der Kritik aus dem linken Spektrum. Die Inhalte des Liedtextes „Was es ist“ wurde von manchen Kritikern als nationalistisch interpretiert. Speziell wurde der Band und dem Label ein zu unbefangener Umgang mit deutscher Identität vorgeworfen, bei dem die spezifisch deutsche Geschichte außen vor bleibe. In der Folge wurde mehrfach und zum Teil mit Gewalt versucht, Auftritte der Band zu verhindern.
Dennoch ist ihr Erfolg ungebrochen. Es ist ein Popmärchen: vier erfolgreiche Alben, nationale Auftritte vom Melt- Festival bis zum Grand Prix d’Eurovision de la Chanson, weltweite Gigs, goldene Schallplatten, hohe Chartsplazierungen, gefeierte Live- Auftritte. Mia avancierten sehr erfolgreich von einer Schülerband zu einer der bekanntesten Größen im deutschen Musikbusiness.

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