Zugegeben, Motor FM Redaktion hatte es nicht leicht, unter den vielen Bewerbungen einen Künstler auszusuchen, der Zusammen mit den Rakete-Preisträgern am 05.12. im Astra die Bühne betreten wird. Nun steht es fest: Jim Kroft, ein Wahl-Berliner aus Schottland, präsentiert uns an diesem Abend seine elegische und kraftvolle Musik. Wir finden Jim total sympathisch und legen euch dieses Video ans Herz:
Grimoon aus Venedig ist keine Band im klassischen Sinne, sondern viel mehr ein Audio-Video-Künstlerkollektiv. Angeführt von den Kreativköpfen Alberto Stevanato und Solenn Le Marchand, macht die Truppe nicht nur Italo-Western-Musik auf Französisch, sondern verfilmt sie auch.
Ein Grimoon-Konzert ist eine multimediale Show, wobei dieser Begriff für die charmante Art der Präsentation der Band zu aufgeblasen und steril klingt. Sagen wir so: Grimoon spielen und zeigen zu jedem Song einen selbstgedrehten Kurzfilm. Dabei bedienen sich Grimoon so ziemlich allen Filmtechniken, die es gibt: vom einfachen Spielfilm bis zum Stop-Motion-Trickfilm mit eigens dafür hergestellten Puppen und Figurern. Hier weiterlesen über Cowboy-Espressokocher, Schuhe als Liebespaar und Besteck-Familien aus den Filmen von Grimoon
Französisch ist ja die Sprache der Liebe. Was aber eine Band aus Venedig dazu bringt, ihre Italo-Western-Songs auf Französisch zu singen, weiss ich nicht. Aber als ich Grimoon von einem Jahr im Schokoladen sah, hat mich nicht das neugierig gemacht, sondern ihr Art der multimedialen Show. Zu jedem Song zeigt die Band einen selbstgedrehten Kurzfilm. Minimal, trashig aber mit viel Herz und Humor. Ales hat diesen dilletantischen Charme, ist aber nie kitschig, sondern irgendwie total lieb:). In den meisten Filmen agieren Puppen oder Zeichentrickfiguren. Da gibt es Moka, den Cowboy-Esprossokocher, Mr. Lilo, der leicht an Sgt. Pepper erinnert, die Bande der Schwarzen Katze und viele andere. Übrigens Mr. Lilo ist die Hauptfigur des surreallen Märchenfilms La Lanterne Magique, den man als DVD zusammen mit der ersten CD von der Band bekommt.
Gerade durch die Filme werden die Songs von Grimoon auch dem verständlich, der (leider!) kein Französisch spricht:) Die Bidler ergänzen die Musik und die Musik die Bilder. Ein Grimoon Konzert ist eigenlich mehr ein Kinobesuch. Mein Favorit ist und bleibt der Song Lucie – der einzige, bei dem auch im Film echte Menschen zu sehen sind.
Ich hoffe, dass Grimoon nächstes Jahr endlich als komplette Truppe nach Deutschland kommen können – bis jetzt war es aus Kostengründen für die Band nicht möglich. Und vielleicht kann Solenn Le Marchand und ihr Truppe eine Tour in kleinen Kinos speieln – das wäre phantastisch!
War vor einer Woche auf dem Angelika Express Konzert und heute dieses YouTube-Video gefunden. Es geht eigentlich um die Börse. Aber weil sich da nicht viel tut, gibt es ein Bericht über das Angelika Express Konzert im Magnet. Denn Angelika Express ist auch eine Art Aktienunternehmen!
Grossartig, Robert! Das sind die Modelle der Zukunft. Audio Poverty, den Typen hättet ihr euch holen müssen!
Diesmal kein Gold in der Grube. Im Haus der Kulturen der Welt startete am Freitag der Audio Poverty Kongress, der sich mit der Musik und Musikökonomie im Digitalen Zeitalter beschäftigt. Und wie der Titel schon sagt, es geht um Armut. Obwohl es heutzutage so viel Musik wie noch nie konsumiert wird, kriecht die Industrie und die Künstler auf dem Zahnfleisch, weil die Umsätze seit Jahren sinken, viel "gesaugt" wird und keine wirksamen Mechanismen gibt, den digitalen Konsum von Musik zu verwerten.
Bisher noch ungeküsst :( bei Herzklopfen aufs Herz klicken.
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…oder die intellektuelle Variante von Spass
Es ist Ende des Monats – auf der ganzen Welt und in meinem Geldbeutel. Der Blick streift schon vorsichtig die Dose, in der das Kleingeld für den Notfall gesammelt wird. Ach, was solls! Ich fische ein Paar vorzeigbare Münzen raus und laufe ins Internetcafe – bin gerade ein Facebook-Addict.
…Ping!
"kommst du mit ins magnet zu angelika express?" – schreibt mich jemand an.
Ich würde gerne, aber meine Notfalldose gibt es kaum her.
"hab ne freikarte übrig"
Grossartig, bin dabei!
"in einer stunde am magnet."
In einer Stunde stehen wir im Magnet und Robert kommt aus dem Backstage und gibt mir die Hand. Ich vermute schwer, er weiss nicht mehr wer ich bin, aber er lässt sich überhaupt nichts anmerken, und strahlt wie immer!