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Dirk Darmstädter"Life Is No Movie". Das lernt man in 44 Lebensjahren, wenn man bereits mit 20 in die Popwelt einsteigt und bis dato dabei bleibt. Zumal, wenn man quasi den Britpop in Deutschland einführt, der in den kommenden Jahren seine Höhen und Tiefen erleben sollte. Doch der immerhin 40-Jahre alte Pop von den britischen Inseln hat mit Bands wie den Kaiser Chiefs, Bloc Party, Franz Ferdinand oder The Kooks Nachwuchs bekommen und die mittelalten Heroen wie Oasis oder Blur sind derzeit wieder schwer aktiv. Auch Dirk Darmstaedters Album "Life Is No Movie" zeigt, dass da noch was geht. Denn nach einer eher ruhigen, akustischen Country-Folk-Scheibe rockt die Neue wieder mehr. Es ist sein zwölftes Album, zählt man seine Band The Jeremy Days und Me And Cassity dazu. Dann war da auch noch ein Country-Album mit Bernd Begemann und die ganzen anderen Platten, die als Labelchef von Tapete Records durch seine Hände gingen. Nach dem sehr entspannten Vorgänger "Our Favorite City" überrascht "Life Is No Movie" mit viel Dynamik und Modernität. Was bislang davon zu hören war, hat Drive, zieht nach vorne. Schon der Titelsong ist eine Hommage an den Britpop, zeitlos und – mit Beatles-Anspielungen – die letzten 40 Jahre überspannend. Es sind Lieder mit Haltung und mit kleinen aber wirksamen Momenten wie das Sample-artige Intro zu "All Summer Long", das den Hörer wie ein Sog in den Song zieht. Ein Song wie das shuffelnde Country-Pop-Liebeslied "Moving Satellites" zeigt, wie dicht letztlich Schmerz und Glücksempfinden beisammen liegen.

dirkdarmstaedter.com

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